Flüchtling ist kein Beruf.

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Was ist ARRIVO BERLIN?

ARRIVO BERLIN ist eine Ausbildungs- und Berufsinitiative zur Integration von geflüchteten Menschen in den Berliner Arbeitsmarkt. Ziel ist es, zum einen etwas gegen den akuten Fachkräftemangel und die hohe Zahl unbesetzter Lehrstellen in Berliner Betrieben zu tun, zum anderen geflüchteten Menschen, die über praktische Kenntnisse verfügen und selbständig für sich sorgen möchten, beruflichen Anschluss zu ermöglichen. Unter dem Slogan „Flüchtling ist kein Beruf. Talente brauchen Chancen" will die Initiative beide Seiten unbürokratisch und schnell in Kontakt bringen.

Wie funktioniert ARRIVO BERLIN?

Berliner Betriebe, vornehmlich im Handwerk, aber auch in der Industrie oder in anderen Bereichen, wie bspw. dem Pflege- und Gesundheitssektor, bieten interessierten Flüchtlingen während eines drei- bis sechswöchigen Praktikums Einblicke in ihren Betriebsalltag. Ziel des Praktikums ist das gegenseitige Kennenlernen: Die Praktikantinnen und Praktikanten erhalten ihrerseits Einblicke in die Arbeitsstrukturen. Der Betrieb kann seinerseits herausfinden, ob die Praktikantin oder der Praktikant auch als Auszubildende oder Mitarbeitende geeignet ist.
Wie kommen Betriebe und Flüchtlinge zusammen? Betriebe, die auf der Suche nach Auszubildenden oder Mitarbeitenden sind, melden sich bei ARRIVO BERLIN. Das Team steht in engem Kontakt mit Flüchtlingsberatungsstellen sowie Einrichtungen des Berliner Netzwerks für Bleiberecht „bridge" und vermittelt Flüchtlinge mit entsprechendem Profil an die Betriebe. Diese wiederum benennen verantwortliche Mitarbeitende, die die Praktikantin oder den Praktikanten anleiten. Da keine regulären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ersetzt werden sollen, ist eine Praktikumsvergütung nicht vorgesehen. Der ARRIVO-Praktikumsvertrag regelt die allgemeinen Konditionen.
Je nach Erfolg des Praktikums, Situation des Flüchtlings und Bedarf des Betriebs kann nach dem Praktikum eine Übernahme in eine Einstiegsqualifizierung, eine duale Berufslehre oder in Beschäftigung erfolgen.

Aktuell werden die Ziele von ARRIVO BERLIN mit Hilfe der Projekte "Arrivo Übungswerkstätten" und "Arrivo Kontaktbüro" umgesetzt.

Wer sind die Flüchtlinge?

Menschen, die nach Berlin geflohen sind, bringen in vielen Fällen persönliche Begabungen und spezifische Fachkenntnisse in Arbeitsfeldern mit, in denen in Berlin dringend Nachwuchskräfte gesucht werden. Oftmals leben sie schon längere Zeit in Berlin. Andere sind erst vor kurzem eingetroffen. Bleibeberechtigte erhalten Deutschunterricht oder holen beispielsweise an einer Volkshochschule einen Schulabschluss nach. Sie sind Menschen mit persönlichen Begabungen, spezifischen Vorkenntnissen und fachlichem Wissen. Außerdem sind sie Botschafter aus allen Weltgegenden, die neben ihren beruflichen Qualitäten, die sie einbringen, auch ein interkulturell engagiertes Betriebsklima unterstützen können.

Abhängig von der persönlichen Geschichte haben die Flüchtlinge einen unterschiedlichen Rechtsstatus, der den Zugang zum Arbeitsmarkt regelt. Viele sind im Besitz einer Arbeitserlaubnis mit der Ihnen Arbeit und Ausbildung rechtssicher ermöglicht wird. Dennoch fehlt ihnen oft der Mut, sich in die lokalen Ausbildungs- und Arbeitsstrukturen hinein zu wagen.

ARRIVO BERLIN steht in enger Zusammenarbeit mit der Rechtsberatung der Berliner Beauftragten für Integration und Migration, die arbeitsrechtliche Auskünfte und Beratungen anbietet.

Wer steht hinter ARRIVO BERLIN?

ARRIVO BERLIN ist eine gemeinsame Initiative der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, der Handwerkskammer Berlin und dem Berliner Netzwerk für Bleiberecht „bridge". Konzeptionell und organisatorisch betreut wird die Initiative vom Internationalen JugendKunst- & Kulturhaus Schlesische27, einer Einrichtung in Berlin-Kreuzberg, die über langjährige Erfahrung in Programmen der Berufsorientierung verfügt und hierdurch bereits zahlreiche junge Flüchtlinge in Lehrstellen vermitteln konnte.

Unser Betrieb will mitmachen – was müssen wir tun?

Sie suchen Azubis oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und können ein drei- bis sechswöchiges Praktikum anbieten? Dann kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gerne.

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