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Newsmeldung

26.04.2021

Schlechte Zahlen und gute Nachrichten

Die Lage im April

Bild: © BUS gGmbH

Die negativen Schlagzeilen über den Berliner Ausbildungsmarkt reißen nicht ab. Neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit und des Statistischen Bundesamts untermauern einen starken Rückgang bei den Lehrstellen. Gleichzeitig stehen die Betriebe vor der Aufgabe, die Digitalisierung auch bei der Ausbildung voranzutreiben. Und: Geflüchtete aus Syrien und Eritrea fühlen sich in Deutschland wohl. So sah die Berliner Presse im April die Lage.

Seit Monaten schon berichten die Berliner Zeitungen von der angespannten Lage auf dem Berliner Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Im April kommen weitere Zahlen auf den Tisch: Laut Bundesagentur für Arbeit stehen bundesweit 100 Azubi-Bewerbern derzeit im Schnitt 132 Ausbildungsstellen zur Verfügung. In Berlin seien es jedoch nur 84 Plätze, schreibt die Berliner Zeitung am 7. April unter dem Titel „Leere statt Lehre“. Am Beispiel einer Berliner Abiturientin zeichnet sie das Schicksal von Schulabgängern nach: Abschluss unter Pandemie-Bedingungen, Auslandsreise gecancelt, Praktikum ausgefallen, Ausbildungsvertrag gekündigt. Und dann? In Berlin hocken und erst einmal abwarten.

Am 15. April legt die Zeitung in einem weiteren Artikel nach: Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts hätten 2020 bundesweit nur noch 465.200 Menschen eine Lehre begonnen. Das bedeutet ein Minus von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Selbst in Zeiten der Finanzkrise habe es keinen so starken Einbruch gegeben. Und die Berliner Morgenpost titelt am 23. April unter Berufung auf die gleichen Zahlen: „Krise kostet 100.000 Lehrstellen“.

Die Zeitung Neues Deutschland greift am 14. April eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Versicherungswirtschaft auf. Danach glauben fast 50 Prozent der 18- bis 30-Jährigen, dass sich die Chancen auf eine gute Ausbildung durch die Pandemie verschlechtert haben. Allerdings scheinen Auszubildende sicherer durch die Krise zu kommen als Studierende. Mehr als die Hälfte der Studierenden meint, dass sich ihre beruflichen Aussichten verschlechtert haben. Unter den Auszubildenden sind es „nur 39 Prozent“, betont das Blatt.

Digitalisierung in der Ausbildung

Für Unternehmen, die trotz Corona-Pandemie noch Lehrstellen anbieten, stellt sich eine andere Frage: Wie finde ich in diesen Zeiten geeigneten Fachkräftenachwuchs? Denn Ausbildungsmessen, Berufsorientierungstage oder Foren, die bisher den direkten persönlichen Kontakt zu Jugendlichen ermöglichten, finden im Lockdown nicht wie gewohnt statt. Auch Präsentationen in Schulen, Schnuppertage und Praktika fallen weg. In einem Artikel auf dem Online-Portal für das SHK-Handwerk „SHK Profi“ vom 14. April rät Viola Bösebeck vom Fachbereich Ausbildungsmarketing der IHK Berlin Unternehmen, ihre Recruitingprozesse auf den Prüfstand zu stellen und den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Und wenn der Ausbildungsvertrag geschlossen ist, „wie bildet man im digitalen Zeitalter erfolgreich aus?“, fragt das IHK-Magazin für Berufsbildung „Position“ und rät in einem Beitrag vom 14. April zur Planung einer „Strategie zur Ausbildung 4.0“. Dabei geht es nicht nur um Tools wie Online-Lernmanagementplattformen, digitale Betriebshefte oder technische Geräte und Software. Auch die neuen Rollen von Ausbildern als Prozessmanager, Plattformverwalter und Content-Manager werden thematisiert. Natürlich lasse sich nicht alles digital lernen, wird die Diplom-Pädagogin Claudia Schmitz zitiert: „Die situative Kompetenz erlernen Azubis nur im Unternehmen. Deshalb ist es so wichtig, die Ausbildung auf die Bedarfe aller beteiligten Gruppen zuzuschneiden.“

Zum Abschluss noch eine positive Nachricht. Der Tagesspiegel berichtet am 21. April über eine laufende Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zur Lage und Selbsteinschätzung Geflüchteter aus Syrien und aus Eritrea. Ein erstes Fazit des Forschungsprojekts, das im nächsten Jahr abgeschlossen werden soll lautet: Die Mehrheit der Befragten ist in einem sozial Netz eingebunden. Und mit dem Leben in Deutschland in hohem Maße zufrieden.

RP


Zitierte Publikationen:

Berliner Zeitung vom 07. und 15.04.2021

Berliner Morgenpost vom 24.04.2021

Neues Deutschland vom 14.04.2021

SHK Profi vom 14.07.2021

Position vom 14.07.2021

Der Tagesspiegel vom 21.04.2021

 

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